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Sie plauschten über Bier und Massenmord: Mit erschreckender Offenheit sprachen Soldaten von SS und Wehrmacht im Gefangenenlager Fort Hunt untereinander über ihre Gräueltaten - und die US-Geheimdienste hörten mit.Die Protokolle geben Auskunft über das Denken von Mitläufern und wütenden Nazi-Kriegern.1939 leistet er den Reichsarbeitsdienst und tritt anschließend als 17-Jähriger der Waffen-SS bei.Mit der berüchtigten Division "Das Reich" kämpft er auf dem Balkan und an der Ostfront, später auch im Westen."Da waren doch Erschießungen am laufenden Band." Als der 22-jährige Fritz Swoboda zu erzählen beginnt, erscheinen die Szenen des 26.Juni 1942 vor seinem Auge: Die SS-Kaserne im Prager Stadtteil Rusin, neben ihm seine zwölf SS-Grenadiere mit ihren Gewehren, vor ihm an der Mauer immer gleich sechs tschechische Zivilisten, dann immer wieder sein tödliches Kommando "Hoch, legt an, Feuer", anschließend seine Gnadenschüsse mit der Pistole. Army und befindet sich in einer der geheimsten Einrichtungen des Zweiten Weltkriegs: dem Verhörlager Fort Hunt vor den Toren Washingtons."Etwas Großartiges" So ist das auch in Fritz Swobodas Fall: Seine Vorgeschichte ist geprägt von der jahrelangen Sozialisation in SS und Krieg.Er wächst in Brünn und Wien auf, absolviert die Volksschule und eine Lehre als Gärtner.

Seinen ersten Abschuss behält er wie ein "Omen" in Erinnerung und zählt sich längst zu den "Besten".

Seine fatale Entscheidung fällt er unter starkem Zeitdruck und den Tod seiner Männer beabsichtigt er nicht.

Doch nimmt er das Risiko bewusst in Kauf, zumal er glaubt, dass die Opferung einer Besatzung "etwas Großartiges" sei - wie er kurz darauf in Fort Hunt erzählt.

Anders als die Londoner Unterlagen geben sie detailliert Auskunft über die Identität der abgehörten Deutschen: über ihre soziale Herkunft, ihre Militärlaufbahn, ihre Lebensgeschichte.

Sie offenbaren, wie das Denken der Soldaten mit ihren Biografien zusammenhing - und wie aus Zivilisten Krieger wurden.

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